5. Juli 2010
Posted by Matth_u
176 Leser.
Eine ganze Menge Allerlei
Um mal wieder einiges nachzuholen, dass ich durch Arbeit in der Nacht oder wichtigeres Zeugs vernachlässigt habe, gibt es einen Massenpost aus der Welt der digitalen Medien. Während mein Bagel im Ofen verbrennt und mein Orangina in der Sonne warm wird, schaue ich mir das neue Video von Kelis an und erinnere mich an dieses coole Longboardvideo aus Madrid, welches mich immer wieder zum “auf Arbeit scheißen und rausgehen” überreden will.
Kelis – 4th Of July
Madrid Longboard
Surfing the city. // Riders: Ra, Nacho, Marketes // Música: Ten Thousand Lines – Electric President, Bathtime – Tinderstick // Equipo, gear: Canon 5D MarkII + 17-40f4 L, Opteka X-GRIP
Anschließend geistert der neue Klon von Prince in meinem Kopf herum und ich frage mich welcher Witzbold ein paar Gene von Elvis ins Reagenzglas geschmissen hat. Genial der Typ und seine Coverversion von Kanyes “Can’t tell me nothing” ist sowieso legendär. Also Francis, let the champagne splash!
Francis and the Lights – The Top
Die Albumempfehlung für diesen und die restlichen Monate des Jahres lautet: “The Boxer” von Kele! Ja, dieser schwarze Typ von Blogparty, dessen Stimme nicht zu seinem Gesicht passt. Hammer und auch hier ein Video…
Kele – Tanderoni
Foursquare
Die Technikwelt will wieder so schnell voran, dass man den einen Trend gerade erst verstanden hat, da ist schon wieder der nächste verstrichen. “”Neuster”" Gag: Foursquare. Ja, schon alt (selbst für Witze über Entwicklungsgeschwindigkeiten), aber laut Business Punk im Januar, DER heiße Tipp für die Zukunft. Clevererweise nutzt diese App Facebook und Twitter um anschließend den totalen Datenschutzalptraum auszulösen: Jeder soll freiwillig(!) bekannt geben wo er ist und kann so auch noch Bonuspunkte für Drinks und Co. abstauben. By the way: Business Punk ist cool und ein Blick in dieses tolle Magazin lohnt sich! Also Groupies, vergesst Zuckerberg, der neue Mann heißt Dennis Crowley (oder Naveen Selvadurai, wenn man auf die ruhigen Typen im Hintergrund steht).
iPad
Das iPad… ja da war doch was. Mich packte da immer die nackte Angst, wenn ich mir vorstellte mit so einem Ding künftig am Strand liegen zu müssen. Nee, is nich. Vollkommende Entwarnung gibt Annabella Weisl. Sie muss es wissen, denn sie ist die Chefin von Google Book Deutschland und scannt die Dinger ein. Klar, nicht gerade eine Quelle des Vertrauens. Man könnte ihr vorwerfen sie würde nur alle ruhig halten und anschließend vor vollendete Tatsachen stellen, aber das liegt gerade noch außer Sichtweite und somit bin ich beruhigt, dass es in Zukunft auch noch Bücher aus echtem Papier geben wird/muss. Jedenfalls so lange bis das iPad wasserdicht ist und man in der Sonne was auf den Ding erkennen kann.
Nichts desto trotz ist das iPad für mich irgendwie ein nutzlos Brett ohne Tastatur. Aber es ermöglicht uns Dinge, von denen manche schon lange träumen bzw. es zu umständlich war sie mit einem Laptop zu erledigen, geschweige denn mit einem Desktop. Nun ist David Kassan auf die geniale wie einfache und nahliegende Idee gekommen das Ding als Staffelei zu benutzen. Kunst wird sowas von digital und irgend wann wird nicht mal mehr ein Aktionskünstler aus seiner Bude kommen, weil er seine Mobs oder Reichstagsverpackungen vom Sofa aus bestellen kann.
David Kassan – Portrait
Holga D
Ein weitere Erfindung bei der ich erst ein Fragezeichen auf den Kopf hatte und als ich verstand noch ein viel größeres. Es gibt eine neue Holga. Kurze Exkursion: Eine Holga ist eine alte chinesische Analog-Kamera. Wie die Chinesen nun mal so sind, haben sie einen Haufen aus schrottigem Plastik auf den Markt geballert mit Lücken und Löchern an jeder Ecke und Kante. Wo früher bei Fotografen das Wort Streulicht einen Ausschlag hervorrief, suchten sich Analogfreaks genau diese Kamera aus um moderne Kunst am laufenden Filmstreifen zu produzieren. Also ist die Holga eine Kamera, welche ihren Sinn und Zweck darin erfüllt, dass sie analog ist. Ich musste kurz schlucken, als ich begriff das die neue Holga digital ist. Warum muss jetzt selbst ein gutes altes Originalgefühl von warmen Tönen und höherer Farbtiefe durch eine digital Fälschung ersetzt werden. Mal ehrlich; künstliches Vinylrauschen will doch auch keiner auf seinem Lieblingsalbum hören…
Nujabes
Digital ist natürlich nicht grundsätzlich schlecht. Er kann auch durchaus seine Vorteile haben. Zum Beispiel der Tod ist digital wiederholungsfähig und analog leider sehr endgültig. So erwischte es irgend wann in den letzten Wochen eine Japaner namens Nujabes. Noch nie zuvor gehört. Leider! Denn der Typ ist… war wirklich ein absolut Hammer geiler DJ mit fetten Beats nach meinem Geschmack. YouTubes Heldenverehrung ist diesmal also ganz nützlich gewesen. Ein Leckerbissen post mortem auf allen Kanälen:





























Bisher keine Kommentare
Sei die/der Erste:
Schreib deine Meinung: